Klausur-Schokokuchen

26 07 2009

Oder, wie ihn der Kuchenesser manchmal nennt: Death by Chocolate. Der Kuchen ist schon ziemlich reichhaltig, aber man kann ihn auch gut über ein paar Tage verteilt essen, ohne dass er austrocknet. Und mit ein paar Freunden ist das sowieso kein Problem – da ist alles ganz schnell weg!

Das Rezept ist auf eine Silikonbackform (S-XL von Konstantin Slawinski) angelegt und ergibt deshalb für normale Kuchenformen wahrscheinlich zu viel Teig, also haltet am besten ein paar Extraförmchen bereit. Kleine Tassen machen sich zum Beispiel gut, auch noch warm aus dem Ofen und mit etwas Sahne – mjam! Außerdem sind flachere Backformen wahrscheinlich besser geeignet als schmale, hohe.

Ich habe den Kuchen auch schon mit Vollmilchschokolade gebacken, aber Zartbitter ist in diesem Fall wirklich besser, weil schokoladiger und nicht ganz so süß. (Weiße Schokolade habe ich auch schon probiert, aber… vergessen wir das lieber, okay?)

Und auf Wunsch des Kuchenessers habe ich in einem Teil des Kuchens noch ein paar Sauerkirschen aus dem Glas untergebracht. Einfach vor dem Backen obendrauf gelegt, sinken sie im Ofen in den Kuchen ein. Deutlich rausgeschmeckt haben wir sie nicht, da wären frische Kirschen auch sicher noch besser gewesen, aber sie haben den Kuchen wunderbar saftig und etwas fruchtig gemacht. Das werde ich bestimmt noch mal probieren!

Ein Bild gibt es leider noch nicht, ich muss mir bei meinen Eltern erst noch eine Kamera organisieren. Aber so oder so sind nur noch Krümel übrig ;) Das Bild werde ich nachliefern, sobald ich den Kuchen das nächste Mal mache.

Also dann, wie versprochen: das Rezept!

Schokoladenkuchen à la Vera Slawinski

Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 250 g Zartbitterschokolade
  • 200 g gemahlene Mandeln
  • 8 Eier
  • 200 g Zucker
  • 2 Esslöffel Speisestärke
  • Butter und eventuell nochmal 2 Esslöffel für die Form

Zubereitung:

  1. Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vorheizen, bei Umluft etwa 20° weniger.
  2. Eier trennen, Eigelb mit Zucker schaumig rühren. Mandeln dazugeben.
  3. Butter im Wasserbad schmelzen, jedoch nicht ganz flüssig werden lassen.
    (So steht es zumindest im Rezept, aber ich habe noch keine negativen Auswirkungen bei komplett geschmolzener Butter festgestellt.)
  4. Schokolade im Wasserbad schmelzen.
    (Die Schritte 3 und 4 mache ich, wenn ich faul bin, auch gerne mal gleichzeitig im selben Wasserbad.)
  5. Die weiche Butter und Schokolade unter den Teig rühren.
  6. Eiweiß sehr steif schlagen, Eischnee vorsichtig unter den Teig heben. Speisestärke durch ein Sieb zur Masse geben und behutsam durchmischen.
    (Mein behutsames Unterheben und Durchmischen erledigt hier meistens auch das Rührgerät auf niedrigster Stufe – ich bin eher untalentiert bei so was. Ob ihr es nun von Hand oder mit der Maschine macht: es hilft, erst ein paar Löffel Eischnee unterzurühren, um den Teig leichter zu machen, bevor man den Rest untermischt.)
  7. Teig in die Form füllen.
    (Die man natürlich eingefettet haben sollte – bei Silikonformen ist das nicht unbedingt nötig, aber bei den meisten anderen Formen reduziert es den Krümelfaktor doch beträchtlich…)
  8. Im Backofen auf mittlerer Höhe etwa 40 Minuten backen, bis an einem eingestochenen Holzspieß kein Teig mehr hängen bleibt.
    (Bei mir dauert das meistens länger als 40 Minuten, bei einer anderen, höheren
    Form sowieso.)
  9. Aus der Form nehmen, abkühlen lassen und eventuell Puderzucker darüber sieben.

Mit Puderzucker sieht das sehr hübsch aus, mit Kakaopulver aber auch! Außerdem solltet ihr das erst kurz vor dem Servieren machen, sonst weicht das Fett im Kuchen den Puderzucker auf und verfärbt ihn. Und ohne schmeckts natürlich auch gut!

Im Backofen geht der Kuchen ein wenig auf, stürzt aber am Ende wieder in sich zusammen. Das ist völlig in Ordnung so, das Endprodukt ist ziemlich dicht, schwer und schokoladig, und daher auch überraschend gut zu transportieren. Und da die Oberseite beim Backen normalerweise später den Boden des Kuchens darstellt, stören ein paar Risse und Einstichlöcher (von als Holzspieß zweckentfremdeten Essstäbchen) auch niemanden ;)

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Von Lamorfrequenzen und Präzessionsbewegungen

24 07 2009

Die Bioklausur war bösartig, oh ja.

Multiple-Choice-Fragen sind ja ohnehin nicht mein Fall, ich verlasse mich normalerweise lieber auch mein Talent, entwas von mir zu geben das sinnvoll klingt – ob es das nun ist oder nicht, ist noch mal was anderes. Aber wann werde ich jemals wieder das physikalische Funktionsprinzip eines Magnetresonanztomographen (siehe Titel) brauchen?

Einen Vorteil haben Multiple-Choice-Klausuren: sie sind schnell vorbei. Entweder weiß man die Antworten, oder man weiß sie nicht. Nach 20 Minuten hatte ich alles beantwortet, bin noch mal die Fragen durchgegangen, habe noch 5 Minuten in die Luft gestarrt,  nach 40 Minuten habe ich dann abgegeben. Wie manche Leute die ganzen anderthalb Stunden da drin bleiben konnten, verstehe ich wirklich nicht…

Der Schokokuchen kam dann nach der Klausur auch gut an; genau so was sei jetzt nötig gewesen. Ein bisschen Schokolade hellt den Tag doch immer auf ;)

(Eine Kommilitonin meinte sogar, das sei der beste Schokokuchen, den sie je gegessen hätte. Darauf ihre Freundin: „Und was ist mit meinem?“ „Hm, na ja, der war bis dahin der beste!“ Tja, so kanns gehen… )

Die ein oder andere wollte dann auch gleich das Rezept haben. Das mach ich doch gerne! Morgen aber erst – die Küchenpsychologin ist müde und geht ins Bett.

Gute Nacht!





Klausuren und Kuchen

23 07 2009

Was macht die Küchenpsychologin, wenn sie wegen der drohenden Biopsychologieklausur am nächsten Tag aufgeregt ist?

Sie backt einen Kuchen.